Trauer und Feiertage
- Katharina Esser

- 3. Apr. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Wie du diese Zeit auf deine Weise gestalten kannst

Feiertage wie Ostern, Weihnachten oder Geburtstage sind oft mit schönen Erinnerungen verbunden. Das Zusammenkommen der Liebsten macht mich doch oft traurig, weil diese Tage mir nochmal so deutlich vor Augen führen, dass da jemand fehlt. Die Lücke die mein Vater hinterlassen hat, wird dann immer besonders spürbar.
Vielleicht fühlst du dich auch wie ich, dann überfordert von den Erwartungen der anderen oder hast das Bedürfnis, dich zurückzuziehen. Beides ist in Ordnung und ich habe beides schon gemacht.
Trauer hat meine Art, wie ich Feiertage erlebe, verändert. Was ich aber in den letzten Jahren gelernt habe, ist dass es keinen „richtigen“ Weg gibt, damit umzugehen – nur den, der sich für mich stimmig anfühlt.
Deshalb möchte ich dir heute das weitergeben, was ich in den letzten Jahren für mich gelernt habe:
1. Erlaube dir, die Feiertage neu zu definieren
Feiertage müssen nicht so sein, wie sie früher waren. Du darfst sie anpassen, verändern oder ganz auslassen, wenn dir danach ist. Vielleicht möchtest du eine liebgewonnene Tradition beibehalten, aber in abgewandelter Form – oder du entscheidest dich bewusst für einen neuen Ablauf.
Frage dich: Was tut mir gut? Was fühlt sich für mich richtig an?
2. Schaffe ein persönliches Erinnerungsritual
Ein kleines Ritual kann dir helfen, deine verstorbene Person in den Tag einzubinden, ohne dass der Schmerz übermächtig wird. Das kann etwas ganz Einfaches sein:
Eine Kerze anzünden und in Gedanken oder laut ein paar Worte an die Person richten.
Einen Spaziergang an einem Ort machen, der euch verbunden hat.
Einen Brief schreiben, in dem du deine Gefühle teilst.
Ein Foto aufstellen und einen Moment bewusst innehalten.
3. Sei ehrlich zu dir – und zu anderen
Vielleicht fühlst du dich unter Druck gesetzt, an Familientreffen teilzunehmen, obwohl es sich nicht richtig anfühlt. Oder du möchtest mit anderen zusammen sein, aber sie scheinen nicht zu verstehen, wie schwer es für dich ist.
Sprich offen über deine Gefühle. Sag „Ja“, wenn du Gesellschaft möchtest, und „Nein“, wenn du Zeit für dich brauchst. Deine Trauer verdient Raum, und du musst dich nicht verstellen. Es ist auch ok nur kurz in Gesellschaft zu sein und nach einer Weile wieder zu gehen.
4. Plane einen Ankerpunkt für dich
Manchmal helfen kleine Ankerpunkte, um nicht völlig von der Trauer überwältigt zu werden. Überlege dir: Was könnte mir an diesem Tag guttun? Vielleicht ein Spaziergang in der Natur, ein gutes Buch oder ein Treffen mit einer vertrauten Person. Ein solcher Anker gibt Halt.
Du kannst auch einen physischen Anker mit zu einem Familientreffen nehmen. Ein Stein in deiner Hosentasche, ein besonderes Erinnerungsstück oder etwas ähnliches, kann helfen, dich zu beruhigen. Du kannst es im Vorfeld in die Hand nehmen, ganz in Ruhe atmen und dir einen beruhigenden Spruch sagen, wie "Ich bin sicher und fühle mich geborgen." Dann kannst du den Gegenstand immer mal wieder unauffällig in die Hand nehmen und einen Moment ganz bei dir sein, wenn dir im Außen alles etwas viel erscheint.

5. Erinnere dich: Trauer verändert sich mit der Zeit
Vielleicht fühlt sich dieser Feiertag schwerer an als der letzte – oder ein wenig leichter. Trauer kommt in Wellen, und das ist normal. Erlaube dir, deine Gefühle anzunehmen, ohne sie zu bewerten.
Du bist nicht allein. Feiertage können herausfordernd sein, aber du darfst sie in deinem eigenen Tempo und auf deine eigene Weise gestalten. Welchen Weg auch immer du wählst – es ist in Ordnung.
Und vergiss nicht: Du bist nicht allein.
Deine Katharina
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Liebes Blog-Team, vielen Dank für diesen wirklich tiefgründigen Beitrag über Trauer und Feiertage. Er hat mich sehr berührt und regt definitiv zum Nachdenken an. Genau das, was Sie schreiben, muss man sich einfach mal vor Augen führen. Ich kann das voll und ganz nachvollziehen, denn ich habe selbst schon oft erlebt, wie besonders die Feiertage sein können, wenn man einen geliebten Menschen vermisst. Der Inhalt über Trauerfeiertage ist wirklich lesenswert, da er so viele Facetten beleuchtet, die man im Alltag leicht übersieht. Es ist eine schwierige Gratwanderung, wie man mit diesen Gefühlen umgeht, und Ihr Artikel gibt dazu wertvolle Impulse. Das wirft aber auch viele Fragen auf, wie man diese Zeit am besten gestalten kann, ohne sich selbst zu überfordern.…
Hallo zusammen, ich muss sagen, dieser Beitrag zum Thema Trauer und Feiertage hat mich wirklich berührt. Genau so ist es nämlich, man ist oft im Spagat zwischen der eigenen Trauer und den Erwartungen der Feiertage. Bei mir war es mit Trauerfeiern an Feiertagen ganz ähnlich. Man versucht, irgendwie stark zu sein und den Anschein zu wahren, aber innerlich brodelt es. Was mir auch aufgefallen ist und was ich gerne weitergeben möchte: Der praktische Umgang mit der Trauer an diesen Tagen fehlt oft noch. Es gibt so viele Ratschläge, wie man mit dem Verlust umgehen soll, aber selten wird thematisiert, wie man das konkret an Feiertagen umsetzt, wenn alle anderen fröhlich sind. Ich glaube, hier liegt noch viel Potenzial, um Menschen…
Absolut richtig, was Trauer und Feiertage angeht. Ich habe mich schon oft gefragt, ob diese Überlegungen auch für andere Bereiche gelten, in denen wir uns mit Verlust auseinandersetzen müssen. Manchmal fühlt es sich an, als ob die Gesellschaft uns vorschreibt, wie wir mit bestimmten Gefühlen umzugehen haben, und Feiertage können diese Erwartungen noch verstärken. Ich teile diese Gedanken auch oft mit meinen Kollegen, und es ist gut zu wissen, dass man damit nicht allein ist. Da steckt meiner Meinung nach noch viel mehr drin, wenn es darum geht, wie wir Trauer im öffentlichen und privaten Raum gestalten können. Es ist wichtig, dass wir uns erlauben, diese Gefühle zuzulassen und Wege finden, damit umzugehen, anstatt sie nur zu verdrängen. Mach weiter…
Besser hätte man es wirklich nicht auf den Punkt bringen können. Ich speichere diesen Artikel sofort für später ab, um ihn noch einmal in Ruhe lesen zu können. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, wurde das Thema Trauer an Feiertagen hier wirklich hervorragend und sehr einfühlsam behandelt. Das hat mir persönlich sehr geholfen, die eigenen Gefühle besser einzuordnen. Was ich noch erwähnen wollte: Ich habe wirklich etwas Neues gelernt, was die Bewältigung angeht. Hut ab dafür! Ganz ehrlich, bei mir war es mit der Trauer an den letzten Feiertagen ganz ähnlich wie hier beschrieben, was mir fast schon ein wenig Angst gemacht hat, aber die Erklärung war beruhigend. Ich würde mir tatsächlich wünschen, hier noch einen Folgeartikel zu diesem wichtigen Thema…
Het is duidelijk dat de aanpak systematisch en op bewijs gebaseerd is. Geen speculatie treedt binnen het analytisch kader. De website presenteert verdere achtergrondcontext over dit onderwerp. Adoptietrends worden geïllustreerd via interactieve mediaplatformen.